Markdown, Claude & Nano

Start · Archiv

Journaling – wie ich es liebe

·

tldr: #journaling #app #Mac #git #markdown #gpg #bloggenMiteinemKlick #Insipirationen

Ich habe mir auf dem Mac meine eigene Journaling-App von der KI bauen lassen, genau zugeschnitten auf das, was ich brauche. Ein Tagebuch App von jemanden, der seit 20 Jahren Tagebuch auf dem Rechner schreibt. Ich hab vieles probiert und ein zwei Umstiege hinter mir. Eine Sache ist mir enorm wichtig: die Kompatibilität. Darum läuft unter der Haube auch alles in der Konsole mit markdown Dateien und nano oder vim. Um den Einstieg zu erleichtern kann das Tool Dayone Tagebücher importieren.

Hier ist, was die App bietet, Vorteile, die ich bei keinem Tool auf dem Markt in dieser Kombination gefunden habe.

Zukunftssicher. Unter der Haube ist alles schlichtes Markdown: pro Tagebuch und Jahr eine gut lesbare Textdatei. Deshalb läuft das Ganze auch in der Konsole – dort schreibe und lese ich mit nano, dem Klassiker unter den Unix-Editoren. Endet irgendwann der Support oder ziehe ich um? Egal. Markdown-Dateien wird man auch in 200 Jahren noch öffnen können.

Eine moderne Mac-App. Die Oberfläche ist in Swift geschrieben und bringt einen Markdown-Editor mit, der ganz aufs Tagebuchschreiben ausgerichtet ist. Im Fokus-Modus verschwindet alles andere: kein Schnickschnack, zero Bullshit – nur du und deine Gedanken. Und natürlich gibt es Hell, Sepia und Dunkel.

Bilder, Videos, Audio. AVideos und Audio spielen direkt im Eintrag ab.

Bloggen, wenn ich will. Ab und zu soll ein Beitrag raus? Ein Klick, und er landet auf meinem Webserver – so ist nebenbei ein Blog entstanden. Beiträge lassen sich jederzeit online stellen oder wieder offline nehmen, und die Website ist genauso aufgeräumt wie die App.

Übrigens: dieser Blog hier ist ebenfalls mit dem App geschrieben.

100 % privat. Alle Daten liegen auf meinem Mac. Nichts wandert ab, keine Cloud (außer ich will sie), kein Abo. Ich habe die volle Kontrolle – der Quellcode liegt offen vor mir. Und was wirklich niemand lesen soll, kommt in die Dunkelkammer: Sie ist mit GnuPG verschlüsselt, auf hohem Standard. Alles, was man dafür braucht, ist ein eigener GPG-Schlüssel – kostenlos und in ein paar Minuten eingerichtet.

Sicher gesichert. Time Machine erledigt das Backup ganz nebenbei. Dazu kommt Git – ja, richtig gelesen: versioniertes Journaling. Jede frühere Fassung eines Eintrags lässt sich zurückholen. Gern geschehen!

Von unterwegs. Moment, hieß es nicht, alles bleibt privat? Stimmt. Trotzdem gibt es einen Eingang: einen Ordner, den ich selbst wähle, zum Beispiel in iCloud Drive. Was ich unterwegs vom iPhone oder iPad dort ablege – Fotos, Texte –, mache ich am Mac mit einem Klick zu einem Tagebucheintrag.

Apples Schreibwerkzeuge. Wer die KI-Schreibtools von Apple mag, kann sie in der App nutzen (nicht in nano).

Keine Idee, worüber du schreiben sollst? Der Journaling-Modus stellt dir zum Einstieg eine Frage, zum Beispiel „Was war heute das Beste – und warum?“ Passt sie nicht, gibt’s mit einem Klick eine andere. Und während du schreibst, taucht ab und zu ein kleiner Impuls auf.

Alles hängt zusammen. Einträge lassen sich untereinander verlinken – ein Klick zeigt den verlinkten Eintrag in einer Infobox, ein zweiter springt direkt hin.

hello world

·

Das ist ein Test. Aus der App raus bloggen.

Wenn ich den nachträglich ändere ... Merkt er das jetzt# Jetzt mit Nano Fassung

hello world 2

·

Ich bin ein erster Blogbeitrag aus der App

Eintrag vom 27. September 2026

·

Dlklasdlasdas lasndm a

Hello World

·

Meine PC-Geschichte reicht bis Mitte der 90er zurück. Sie begann mit MSDOS (Dosshell), führte über Win 3.1, Win95, Suse Linux 6.2, FreeBSD, Debian und NetBSD bis 2004. Ab 2005 wechselte ich vollständig zu Mac OS X. Einige Momente lösten ein gewisses Aha-Erlebnis aus: das erste Linux, die erste Nutzung von apt-get, Alpine, der eigene nntp-Server auf dem eigenen Rechner, der erste iMac G5, Frontrow, der iPod und das iPhone – und so weiter.

Ich glaube, was wir derzeit mit KI erleben, ist das nächste Aha-Erlebnis. In meiner Bubble nutzen die meisten Leute KI noch als Chatbox: Sie stellen eine Frage, betrachten die Antwort, lachen manchmal, wenn die KI alternative Fakten erfindet, und werden wieder leiser, wenn sie merken, dass die KI doch recht hatte. Das Ganze ist mehr oder weniger nützlich.

Ich erlebe KI als tägliche Arbeitshilfe; jeden Tag entdecke ich Neues. Mit Spannung beobachte ich lokale KIs und experimentiere. Ich habe der KI weitreichende Rechnerbefugnisse gegeben: Im Hintergrund räumt sie meinen Cloud-Speicher auf oder sortiert 100 GB an Bildern. Sie hat mir einige Shell-Skripte geschrieben. Dank der KI blogge ich aus der Konsole direkt in diesen Blog mit meinem Lieblingseditor nano.

Es ist spannend, täglich neue Entwicklungen zu sehen. Ich führe seit vielen Jahren ein Tagebuch – seit 2012 nutze ich dafür DayOne – und denke mittlerweile darüber nach, ob ich auf ein selbst (mit KI) entwickeltes Journaling-Tool um steige. Zusammenfassend lässt sich sagen: Es verändert meine Arbeitsabläufe grundlegend. So wie apt-get mir früher viel Arbeit abgenommen hat, suche ich heute nicht mehr selbst nach Fehlern in Konfigurationsdaten, sondern lasse das bequem von Claude erledigen. Lustigerweise weist es mich auch auf Dinge hin, die ich trotz meiner IT-Affinität überhaupt nie bedacht hätte – etwa: Versioniert ihr euer Tagebuch mit git? ;-) Ich werde hier künftig immer wieder berichten, was sich tut.

zhsr

unix #macOs #KI #Claude #nano #journaling