Mein neues Heimkino: LG C6, Yamaha und Teufel
7. November 2026 – eine Momentaufnahme

Im Wohnzimmer hat sich einiges getan: ein 77-Zoll-OLED von LG, ein Yamaha-Receiver, Teufel-Boxen und Hue-Licht rundherum. Hier mein erster Eindruck.
Das Bild: LG C6 mit Tandem Oled 77 Zoll
Optisch beeindruckend, vor allem bei dunklen Szenen. Der Kontrast ist toll, das Bild superscharf, und die Apps laufen flüssig und schnell. Beim Aufbau sollte man zu zweit sein, so riesig ist das Ding. Allerdings war dies bei einer Entfernung von 4 m bis zur Couch auch dringend notwendig. Alle wesentlichen Anschlüsse sind vorhanden. Einen Receiver brauche ich fürs Fernsehen nicht mehr, ich nutze nur noch IPTV.
Der C6 hat Tandem-OLED, eine Technik, die eigentlich eher in den Premium-Modellen steckt – und das sieht wirklich richtig gut aus. Im Netz wird viel der Filmmaker-Modus gelobt, der für abgedunkelte Räume optimiert ist. Aber ehrlich: Wer guckt schon in einem völlig dunklen Raum, noch dazu mit Hue-Beleuchtung? Der Kino-Modus wirkt auf mich ähnlich ausgewogen, ist aber deutlich heller und wird deshalb von mir bevorzugt.
Die KI-Features
... sind vor allem auf YouTube stark beworben worden, ergeben hier aber wenig Sinn. Ich hatte gehofft, dass sie beim Zocken helfen, etwa bei kniffligen Rätseln in Zelda. Mehrere Tests zeigen: Ein Tablet nebenher ist deutlich produktiver als die Spracheingabe am TV. Die Apps müssten dafür noch viel intuitiver werden.

Besonders stolz scheint man auch au fdie Pointer Fernbedienung zu sein- Gott sei Dank austellbar. Mich erinnert das an die Fuchtel Wii.
Der Ton: Yamaha RX-V4A und Teufel
Hinten stehen zwei große Standlautsprecher (Teufel Ultima 40), dazu zwei Regalboxen (Ultima 20), ein Center (Ultima 20) und ein Teufel-Subwoofer vorne. Alle sind hochwertig und schon eine Weile bei mir im Einsatz (d.h. den Center habe ich neu anschaffen müssen).
Der Receiver ist zu dem Preis von unter 500,- Euro eine Kampfansage und auf seine Basics reduziert ein guter Deal. Tolle Ausstattung, und dass AirPlay, Internetradio und DAB+ an Bord sind, ist sehr freundlich. Das Tüpfelchen auf dem i wäre noch ein CD-Player gewesen – aber wer braucht das heute noch?
Die Einrichtung war grausam, vor allem weil das Einmessmikrofon nicht funktionierte. Auch der Yamaha-Kundendienst konnte nicht helfen. Ich habe die Boxen erst manuell eingestellt und das Gerät dann zurückgegeben. Beim Ersatzgerät klappt die Einmessung wunderbar. Spannend: Die manuelle Ersteinstellung fand ich klanglich schon sehr gut, die automatische Einmessung ergab dann etwas anderes.
Im Wohnzimmer klingt es jetzt sehr ausgewogen. Besonders gefällt mir der Center, der Dialoge differenziert und klar wiedergibt.
Was nervt: Gespart wurde offensichtlich an der Bedienoberfläche. Dass sich der Receiver über freigegebene HTTP-Ports steuern lässt, ist nett, aber das Menü – am TV wie in der Weboberfläche – ist sehr spartanisch. Und warum die AirPlay-Bildausgabe so hässlich geraten ist, frage ich mich in Zeiten von KI auch. Dazu kommen die billigen Plastikanschlüsse auf der Rückseite. Das fällt besonders auf, wenn man zwei Minuten vorher die Teufel-Boxen mit ihren hochwertigen Klemmen angeschlossen hat. Ohne das defekte Mikrofon wäre die Einrichtung sicher deutlich entspannter gewesen.
Das Licht: Hue


Hue mit Flexband oben und unten, siehe Fotos. Schön, dass es eine LG-Hue-App gibt. Sonst hätte man das über eine externe Box wie ein Apple TV laufen lassen müssen. So wird das Licht auch mit den internen Apps zum Bild synchronisiert.
Fazit
Bild und Klang überzeugen, die Software drumherum ist die Schwachstelle. Für ein Wohnzimmer-Setup, das vor allem gut aussehen und klingen soll, passt es.
