Markdown, Claude & Nano

Start · Archiv

Hello World

·

Meine PC-Geschichte reicht bis Mitte der 90er zurück. Sie begann mit MSDOS (Dosshell), führte über Win 3.1, Win95, Suse Linux 6.2, FreeBSD, Debian und NetBSD bis 2004. Ab 2005 wechselte ich vollständig zu Mac OS X. Einige Momente lösten ein gewisses Aha-Erlebnis aus: das erste Linux, die erste Nutzung von apt-get, Alpine, der eigene nntp-Server auf dem eigenen Rechner, der erste iMac G5, Frontrow, der iPod und das iPhone – und so weiter.

Ich glaube, was wir derzeit mit KI erleben, ist das nächste Aha-Erlebnis. In meiner Bubble nutzen die meisten Leute KI noch als Chatbox: Sie stellen eine Frage, betrachten die Antwort, lachen manchmal, wenn die KI alternative Fakten erfindet, und werden wieder leiser, wenn sie merken, dass die KI doch recht hatte. Das Ganze ist mehr oder weniger nützlich.

Ich erlebe KI als tägliche Arbeitshilfe; jeden Tag entdecke ich Neues. Mit Spannung beobachte ich lokale KIs und experimentiere. Ich habe der KI weitreichende Rechnerbefugnisse gegeben: Im Hintergrund räumt sie meinen Cloud-Speicher auf oder sortiert 100 GB an Bildern. Sie hat mir einige Shell-Skripte geschrieben. Dank der KI blogge ich aus der Konsole direkt in diesen Blog mit meinem Lieblingseditor nano.

Es ist spannend, täglich neue Entwicklungen zu sehen. Ich führe seit vielen Jahren ein Tagebuch – seit 2012 nutze ich dafür DayOne – und denke mittlerweile darüber nach, ob ich auf ein selbst (mit KI) entwickeltes Journaling-Tool um steige. Zusammenfassend lässt sich sagen: Es verändert meine Arbeitsabläufe grundlegend. So wie apt-get mir früher viel Arbeit abgenommen hat, suche ich heute nicht mehr selbst nach Fehlern in Konfigurationsdaten, sondern lasse das bequem von Claude erledigen. Lustigerweise weist es mich auch auf Dinge hin, die ich trotz meiner IT-Affinität überhaupt nie bedacht hätte – etwa: Versioniert ihr euer Tagebuch mit git? ;-) Ich werde hier künftig immer wieder berichten, was sich tut.

zhsr

unix #macOs #KI #Claude #nano #journaling